Sexualisierte Gewalt ist ein gesellschaftliches Phänomen, das sich durch viele Lebensbereiche zieht und leider auch vor dem Sport nicht Halt macht. Deshalb – und in Anlehnung an die Resolution „Missbrauch von Schutzbefohlenen“, hat der LSB gemeinsam mit seiner Sportjugend und den Sportbünden ein umfangreiches Maßnahmenpaket verabschiedet, das junge Sportler*innen vor Missbrauchsfällen schützen soll.

Zu dieser Thematik hatte der VfL Dermbach die Referentin Susanne Hoß vom Sportbund Rheinland eingeladen, um die Übungsleiterinnen, Übungsleiter und Personen, welche mit Kindern und Jugendlichen im Verein arbeiten, besonders zu sensibilisieren.
Kinder- und Jugendarbeit hat im VfL einen hohen Stellenwert und seit vielen Jahren ist es schon selbstverständlich im Verein, dass zur Ausübung von Tätigkeiten mit dieser Personengruppe ein Verhaltenskodex besteht, Führungszeugnisse vorgelegt werden müssen und das in Abständen Angebote von Selbstbehauptungskursen erfolgen. Doch was ist eigentlich sexualisierte Gewalt? Welche Präventionsmöglichkeiten gibt es? Und wie sollte ich mich als Übungsleiterin oder Übungsleiter verhalten? Themen wie Hilfestellung bei Übungen, unberechtigter Aufenthalt in Umkleideräumen oder im Sanitärbereich, Betreuung bei Fahrten zu Wettkämpfen und Turnieren und auch der allgemeine Umgang waren naheliegende Ansätze. An praxisnahen Beispielen wurden von Frau Hoß Grenzverletzungen besprochen und Risikofaktoren im Sport aufgezeigt.

Mit Kindersport, Rhönradturnen, Tanzen und Tischtennis wird im VfL in mehreren Abteilungen mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet.
Der geschäftsführende VfL-Vorstand mit Christof Stinner, Evelyn Deichsel und Ilonka Schneider zeigten sich erfreut darüber, dass aus den einzelnen Abteilungen Personen zu dieser Schulung gekommen waren.
Der besondere Dank galt Frau Hoß für das sehr informative und lehrreiche Referat, welches den Anwesenden in ihrer Vereinstätigkeit mit Kindern und Jugendlichen mehr Sicherheit vermittelt hat.